Bilder von Paul Ripke

„Wir brauchen Licht“, sagt Paul. Also gehen wir aus dem Hof, raus auf die Straße. Es ist viertel vor acht. Fünfzehn Minuten bis zur Vorstellung. „Wir haben zehn Minuten.” Wir schauen uns um. „Können wir da hoch?“ Ein Parkhaus. Wir gehen rein, Fahrstuhl, sechster Stock, oben: Kein Auto. Dafür Sonne, goldene, fette, süddeutsche Julisonne. Schießt quer über den Asphalt des Parkdecks, quer über die Stadt, bis rüber in die Alpen.
„Guck einfach, den Rest mache ich“, sagt er.
Um zwei vor acht sind wir wieder drinnen.
„Okkasionsparasit“, sagt Gerhard Polt zu ihm.

(Alle Bilder by Paul Ripke)

 

Wie wir lieben. Und davon erzählen.

“Timing ist keine Stadt in China”, pflegte meine Oma zu sagen. Sie hatte Recht. Timing ist alles. Besonders für ein Buch. Zündet ein Irrer kurz vorher eine Bombe oder wird ein anderer Irrer kurz vorher zum Präsident einer USA gewählt, haben die Leute eben anderes zu tun und denken als irgendein Buch (es sei denn, man hat ausgerechnet über die Bombe oder den Irren geschrieben, dann Jackpot). Oder gerade weil alles so ein bisschen irre ist, finden sie ein Buch über die Liebe gut. Hab ich wohl Glück gehabt.
Am 17.2.17 erschien mein Buch “Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie”. Seitdem habe ich viel davon erzählen dürfen. Und zwar hier:

PRINT/ONLINE:

“Vorabdruck” bei vice.com: “Ein Paar erzählt von seiner offenen Beziehung”

Vorabdruck in der Cosmopolitan.

“Die endgültige Emanzipation” im Spiegel.

Interview in der WELT: “Monogamie ist das kranke Modell.” (…das habe ich so nie gesagt, natürlich, aber ist nicht so wichtig.)

Essay bei jetzt.de: “Kann die Monogamie weg?”

“Streitschrift” im Playboy über Monogamie.

Rezension auf ZEIT Online: “Paar dich lieber paleo”

Interview auf zeitjung.de: “Ich fände es wichtig, dass sich alle mal locker machen.”

“Buch der Woche” beim Freitag

“Parteiische Lobeshymne” bei der Huffington Post

“Lesetipp” bei der Badischen Zeitung

“Die einzige Möglichkeit, dei ewige Liebe zu retten?” bei Puls.de

“Besser Lieben” beim Donna Magazin

“Paar dich lieber Paleo” auf ZEITonline

Diverse Rezensionen auf “Was liest du”

“Liebe an der langen Leine” im General Anzeiger Bonn

“In Zeiten moderner Liebe” in “Die Presse”, Österreich

“Monogamie ist ein Desaster” auf stern.de

Steinzeit-Beziehungen für moderne Paare, FM4

“Schon entschnuckelt? Eine Chance für die Liebe”, Jörg Thadeusz in der Berliner Morgenpost

Interview in Hannoversche Allgemeine Zeitung

 

RADIO/AUDIO:

“1Live der Talk” feat. Thomas, Protagonist aus dem Buch

“Eine Stunde Liebe” bei Dradio Wissen

Interview bei “Mensch, Otto!” auf BR3

Interview bei MDR Sputnik

Erwähnung im Zündfunk, Interview bei Puls

Buchtipp bei RBB Radio Fritz

Interview für “Oh, Baby!” (Podcast)

Interview bei Trackback RBB Radio Fritz

 

TV/VIDEO:

Ringlstetter, BR

Frühstücksfernsehen, SAT1

Markus Lanz, ZDF

Aspekte, ZDF

“Das blaue Sofa”, ZDF

Westart, WDR

Neue Deutsche Abendunterhaltung, rocketbeans.tv

Vortrag auf der re:publica 11: “Wie wir lieben. Die sexuelle Revolution 2.0.

Facebook-Live bei bunte.de

 

LESUNGEN:

Buchpremiere Bob Beaman München

Litpop zur Buchmesse Leipzig

Literaturbüro Haidhausen München

25hours Hotel Berlin

Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg

Bei Markus Lanz

Mit “Wie wir lieben” war ich bei Markus Lanz zu Gast. Das war spannend. Ich glaube ja, wenn es einen deutschen James Bond gäbe, dürfte Markus Lanz ihn spielen. Er hat durchaus eine geheimdienstliche Ausstrahlung. Gleichzeitig war er sehr nett und offen.
(Dass wir uns über Angela Merkels Satz “Wir schaffen das” gestritten haben, wurde leider rausgeschnitten. Mich hatte irritiert, dass bis heute diese enorme Verkürzung als ihre Schuld diskutiert wird.)
Aber darum ging es ja auch nicht nicht. Sondern um die freie Liebe. Und zwar ab Minute 54:20:

Überwachung macht krank

Im geschätzten Deutschlandfunk durfte ich eine ganze halbe Stunde über Überwachung reden. Warum sie krank macht und dumm. Warum wir etwas dagegen tun müssen.
Diesen Radio-Essay zum Nachhören und -lesen findet man hier.

Die Länge, das Format, die Reihe “Essay & Diskurs” fand ich sehr angenehm für ein solches Thema. Als Auftakt für eine fünfteilige Reihe “NetzKultur” die Überwachung zu wählen, zeugt davon, dass das Thema sehr wohl auch bei Menschen angekommen ist, die nicht Mate-trunken über die re:publica gondeln. Die ersten Reaktionen waren sehr positiv, sowohl aus der Netz-Ecke als auch von diesen anderen Menschen. Ich trendete damit zum ersten Mal auf Twitter, verrückt. Und zwei Bundestagsabgeordnete (bzw. ihre Twitter-Beauftragten) reagierten per Retweet/Favorit: Petra Pau und Saskia Esken. Genau DIE müssen wir noch besser erreichen.

Unzufrieden bin ich aber nach wie vor mit den konkreten Handreichungen. Was ich am Schluss aufzähle an Möglichkeiten des Einzelnen, bleibt immer noch zahnlos und beschränkt. Deswegen auch hier noch einmal der Hinweis auf die Guerilla-Aktivisten des Zentrums für politische Schönheit, die einen entscheidenden Schritt weiter gehen. Wenn jemand einfällt, wie man die Überwachungsproblematik mit diesem “aggressiven Humanismus” verheiraten kann…Online Generator Little alchemist Gems

 

Wie wir lieben – vom Ende der Monogamie

In einem Monat, am schönen Datum 17.2.17 erscheint “Wie wir lieben – vom Ende der Monogamie” bei Blumenbar (Aufbau Verlag).

Es wird einen Trisou auf dem Cover zeigen, also einen Kuss zu dritt. Deshalb erinnert es (mich) an das Cover von “Blood Sugar Sex Magik” der Red Hot Chili Peppers. Laut kundiger Menschen (und mir) eines der besten, einflussreichsten Alben der 90er.

Und blau und rot ist es auch, meine Lieblingsfarben, richtig schön auffällig – damit es auch JEDER SIEHT UND KAUFT!!
Ihr merkt: Ich bin sehr glücklich mit dem Cover. Andere Meinungen? Bueller?

WWL_Cover

Okay, genug gefreut – was steht da überhaupts drin???

Als Vorgeschmack ein Abschnitt aus dem Prolog:

“Die Menschen, die in diesem Buch von ihrer Liebe erzählen, haben genau das getan. Sie haben ein neues Wort für ihre Liebe gesucht, einen neuen Code, eine neue Chiffre, eine neue Erzählung. Sie haben sich geöffnet. Sie haben sich ihren Ängsten gestellt. Um sich selbst und ihre Träume zu finden.
Ihre Erzählungen sind wichtig, weil dieses Buch keine Werbung sein will für ein wie auch immer geartetes Konzept »offener«, freierer Liebe. Kein Handbuch, das erklären will, wie etwas funktioniert oder nicht.
Lieber erzählt dieses Buch von der Liebe. Denn nirgends und niemals versteht der Mensch so gut wie durch, in, mit guten Geschichten. Alles was wir wissen, lernen und lehren wir durch Beispiele, Storys, Vorbilder. Wir sind nichts anderes als Geschichten erzählende Affen. Erzählende, liebende, leidende Affen. Deshalb ist dieses Buch zuallererst eine Sammlung von Liebesgeschichten.”

Jäger&Sammler: “Kein Erbarmen”

Mein erster Film für Jäger&Sammler, das investigatiefste Format von ganz Facebook, ist online. Im Auftrag von “funk” (ARD&ZDF) versuchen wir, jede Woche ein Video zu bringen, das zählt. Mein erstes Thema: Sektiererische Strukturen in freikirchlichen Gemeinden. Und was Aussteiger davon erzählen. Hinweis: Das Interview gegen Ende ist ungeschnitten so gelaufen.